Pessimismus

Veröffentlicht auf von Umo

Der Weg zum Pessimismus ist gar nicht so schwer zu erreichen, wie ich meine (und da wär in diesem Satz ja schon wieder eine optimale und optimistische Lösung integriert).
Wenn jemand beispielsweise arbeiten geht und diese lästigen Arbeitstermine gerne verschieben würde, man verschiebt ja auch Kaffee und diese Möglichkeiten seitens der Firma mit Tippen des Zeigefingers auf die Schläfe als nicht fördernd für den Einsatz der Firma festgestellt wird, dann denkt man sich vermutlich noch: "Hajo, ich habs zumindest versucht ... werd mir aber dadurch das Lächeln nicht verderben lassen."
Dann, werter Leser findet diese Person die Welt noch in Ordnung.

Wenn aber - UND BITTE LESEN SIE JETZT DAS WENN MIT EINER AUSDRUCKSFORM - DAS W länger gesprochen und das e und die zwei n kurz zischend (danke) - dann der freie Nachmittag, wo endlich mal seit dem sibirischen Wetter die Sonne uns 28 Grad spendet, jemand bittet, den Rasen zu mähen, und man schon murrt und krächzt und Gott anfleht: dass gibts ja nicht, lieber Herr - warum ich? Dann ist es vermutlich auch noch kein Grund zum Pessimismus, denn starke Optimisten würden sagen: Hajo, wegen dem lass ich mir bestimmt nicht das Lächeln verderben.

Wenn aber der Garten kein Garten ist, sondern ein riesengroßes Feld, mit steilen Hügeln (und man selbst hat Flip Flops an) und der blöde Mistkerl von wegen Rasenmäher stirbt ständig ab und die Schwielen auf den Händen wuchern nur so, dann ist das natürlich auch noch nicht der optimale Weg, der zum Pessimismus führt.
Und auch nicht diese verdammten Bremsen (diese Tierchen - und ich bin bestimmt kein Tierquäler, aber wenn sie mich stechen, klatsch ich zu) - wir haben immer Bremsen gesagt ... weiß gar nicht, ob sie wirklich so heißen ... und wenn diese verdammten Bremsen meinen - VERDAMMT ICH WAR ALLEINE - DIE WAREN 100e! Ich bin nicht Hannibal, der mit seinen Elefanten über die Alpen düste!
Auf jeden Fall, wenn die Füße aussehen, als wären sie - wie soll man das bloß beschreiben? Entzunden ... wäh. Okay, entzunden. Als wären sie entzunden ... dann ist das auch noch kein Grund, den Weg zum Pessimismus einzuschlagen. Weil ein richtiger Optimist, werter Leser, der lässt sich da nicht unterkriegen, der meint dann: "Hajo, wegen dem lass ich mir bestimmt nicht das Lächeln verderben."
und kratzt sich schon ständig auf den Füßen, damit diese kleinen Stech-löcher zu riesigen Kratern werden.

Wenn aber am nächsten Tag ins Freibad gefahren wird und man sich gar nicht in den Badeanzug wagt, und einem die Leute immer nachsehen - so mit Mitgefühl - als wär man krank und hätte einen immens schlimmen Ausschlag, dann werter Leser - jaaa, Sie kennen mich ja schon, ist das natürlich auch kein Weg zum Pessimismus, WEIL EIN OPTMIST SAGT DA SICHER!: "Hajo, wegen dem lass ich mir doch nicht mein Lächeln verderben!!!!"

So, wenn man dann noch beim Braten in der Sonne einschläft, die Vorderseite Krater und Schwielen aufweist und die Hinterseite ein prächtiges Rot aufweist, DANN LIEBER LESER, denkt sich ein pessimistischer Optimist bitteschön: "Verdammt noch mal! Das ist nicht mein Tag, nicht meine Woche, ja ist das denn die Möglichkeit?????" (Und schimpft bestimmt noch viel mehr und Sachen, die ich Sie jetzt nicht lesen lasse).
Vielleicht wird der Mensch ja wieder zum Optimisten, wird ja auch immer wieder aufgemuntert mit: "Kratz nicht!!!" "Ja du kratzt schon wieder, lass das jetzt ja sein, weil da passiert dies und das und blablabla"

So, weil diese Geschichte den Weg zum Pessimismus aufzeigt, möchte ich Ihnen natürlich nicht die Geschichte des Rasenmähers entgehen lassen. Diese folgt in Kürze, sofern Sie es natürlich möchten.

Lüben Gruß
und immer lächeln
außer Pessimisten, die manchmal Optimisten sind,

sendet Ihnen
Umo

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